Andy Mokrus

ANDY MOKRUS - PIANIST KOMPONIST
“Es ist nicht wichtig,

welchen Song du spielst- aber wie du ihn spielst, mit ganzem Herzen, darauf kommt es an. Seitdem sich Andy Mokrus als Kind in die Musik verliebte, hat er sich diesem Satz von Louis Armstrong mit Leib und Seele verschrieben.
Obwohl er in den 70 er Jahren eine klassische Klavierausbildung bekam, erschloss sich Andy Mokrus die Welt der Musik lieber durch Zuhören und Nachspielen. Die dadurch erworbene Fertigkeit, sich musikalische Zusammen hänge in Echtzeit verfügbar zu machen, stellte sich in den
folgenden Jahren als Jazz- und Rockpianist als großer Vorteil heraus. Von 1989 bis 1992 vertiefte er schließlich seine Erfahrungen in einem Studium an der HfMT Hannover.
Seit 1994 ist Andy Mokrus als freischaffender Musiker in unterschiedlichen Stilrichtungen aktiv:
Als Jazzpianist oder Begleiter von Chansonprogrammen ebenso wie als Sounddesigner elektronischer Klangwelten. Seine Kompositionen verbinden häufig Elemente ver schiedener
Kulturkreise und Musikgattungen und wurden mehrfach mit niedersächsischen Jazzpreisen ausgezeichnet.
Wichtige Stationen seines bisherigen Schaffens waren z.B. eine Improvisation mit den Bamberger Symphonikern in der „Letzten Uraufführung des Jahrtausends“ (31.12.99) und die Premiere seines ersten Konzertes für Klavier und Orchester Anfang 2005..

 

 

Die Schönheit des Augenblicks

 

 

Wenn sich einer ans Klavier setzt und mit einer scheinbar mühelosen Leichtigkeit atemlose Spannung erzeugt oder das Gefühl tiefer Ergriffenheit, nachdenkliche Besinnlichkeit oder überschäumende Fröhlichkeit – dann muss das, was da geschieht, tief empfunden sein.

 

Von solch tiefen Empfindungen zeugen Andy Mokrus’ Kompositionen; dabei entziehen sie sich den Klischees, den Schubladen.
Häufig sind sie schöpferische Auseinandersetzungen mit dem Werk anderer Musiker oder bauen uns Brücken zu anderen Musiktraditionen.
Doch immer verschmelzen diese Anregungen und Verarbeitungen mit den eigenen Empfindungen und musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten zu einem unverwechselbaren Ganzen.
Damit geht Andy Mokrus als Künstler direkt vor unseren Augen und Ohren ein viel größeres Wagnis ein, als wenn er das hinlänglich bekannte Programm nur reproduzieren würde – und den Blues spielen kann er auch; wenn es sein muss, auch als Fuge.
So gelingt ihm Musik, die jenseits von Schubladen und Etiketten zeitlos schön ist, die große Ruhe, aber auch große Spannung ausdrücken kann, die unterhält und tief ergreift.

 

Joachim Hodeige, Berlin