Gudrun Wetzel

1942              in Halle/Saale geboren

ab 1958         Tätigkeit im Entwurfsbüro für Hochbau

                      als Bauzeichnerin und Teilkonstrkteurin.

1968 - 1973   Studium an der Ingenieurschule für

                       Bauwesen in Leipzig

1973               Abschluß Bauingenieur für Konstruktion

                       Statik und Tätigkeit im Ingenieurbüro für

                        Bauwesen

1974                Wissenschaftliche Assistentin an der    

                         HIF Burg Giebichenstein, Sektion IV

  ab 1984          Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Theorie

            bis 1986         der angewandten Kunst der Sektion IV 

            1986/87         aus dem Berufsleben ausgeschieden

                                   Beschäftigung auf dem Gebiet der Malerei

 

Ausstellungen in Halle, Halle-Neustadt, Merseburg, Mücheln, Arneburg, Mansfeld, Schloß Mosikau Dessau, Salzwedel, Nordhausen, Aschersleben.

 

Professor Dieter Rex, zwischen 1986 und 1991 war er Direktor der Sektion Bildende und Angewandte Kunst an der Burg Giebichenstein, schrieb über Gudrun Wetzel:

 Gudrun Wetzel ist als Malerin eine Autodidaktin. Welch nüchterner und pauschaler Begriff. Sie hat eine Kunsthochschule nicht als Studentin durch-

laufen, aber viele Jahre an der Burg gearbeitet.

Eine Frau wie sie, sensibel, erlebnisfähig mit einer Begabung ausgestattet, konnte da nicht ungeschoren davonkommen,noch dazu an der Seite eines erfahrenen Hochschullehrers. Als die Sache herangereift war, hat sie angefangen zu malen. Dann ging alles sehr schnell, unverschämt schnell.

Der von außen nicht nachvollziehbare, auch nicht erklärbare Reifeprozess war gewiss ein längerer Weg, der natürlich mit dem produktiven Ansatz nicht unterbrochen wurde. Wichtiger Faktor ihrer Arbeit ist ihr großer Gefühls-reichturn. Und gerade der kann zerstörerisch wirken, wenn ernicht beherrscht wird. Er wird beherrscht und produktiv gemacht. Noch etwas Wichtiges wird beherrscht. Ganz intuitiv stecktdie Malerin ihr Feld ab, sie  "weiß",das willvich, das kann ich, dahin geht der Weg. Und innerhalb dieses abgesteckten Feldes hat sie einen hohen Anspruch, entwickelte sie sich selbst und ihren Bildern gegenüber Verantwortung. Nur so ging das. Ihr Kriterium ist die Überzeugungskraft ihrer Bilder,das Gelingen ihrer Bildvorstellungen. Siehält sich frei von Einflüssen, die sie stören und belasten würden, konzen-triert sich auf ihre persönliche Eigenart und ihreWaffen.Beneidenswert. Und das, was sie will, hat sie zu einer achtbaren Qualität entwickelt. Einfach im Sinne von klar, dabei diffizilund subtil. Behutsam geht sie zu Werke.
Getragen vom Stimmungshaften sind die Farben verhalten, gebrochen, feinsinnig.
Farbe und Zeichnung dienen dazu den Gegenstand zu bezeichnen, sie verselbständigen sich niemals. Die Bilder sind klar und eindeutig, sie sprechen zu uns akzentfrei deutlich. Die umschriebene Einfachheit
ist der Malerin Trumpf und geistiger Anspruch. Jedoch - sie haben alle etwas von dem, was E. Fischer den "Rest Verzauberung" nannte ...

Gudrun Wetzel´s Werke sind in der Zeit vom 6. November 2018 bis zu 3, Jannuar 2019

in der Alten Kirche Bad Suderode, in 06485 Quedlinburg jeweils Diensteg und Donnerstag in der Zeit von 15.00 - 17.00 Uhr, zu den Veranstaltungen bzw. nach Ver-einbarung, zu sehen.

Die Vernissage ist am Samstag den, 1011.2018 um 16.00 Uhr.